Alsen Portland Cement

Als wir mit dem Sondermunitionslager Kellinghusen fertig waren, ging es heute am 17.10.2020 zu der ehemaligen Itzehoer Zementfabrik Alsen.

Gegründet wurde das Unternehmen "Alsen'sche Portland-Cement-Fabrik in 1862 von Gustav Alsen. Mit der Herstellung von Portlandzement erlebte das Unternehmen einen rasante Aufstieg. Es lieferte lange Zeit auch nach Übersee, bis dortige Unternehmen ähnlich gute Zementqualität erzielen konnte.

Zu dem Unternehmen gehörten Lagerhallen, Produktionsstätten und weitere Teile des Betriebes. Der durch den Wind jahrzehntelang verteilte Zementstaub färbte auch die weitere Umgebung grau. Nach der Stilllegung des Betriebes in 1982 verfiel das Gelände weitesgehend.



Einige Gebäude wurden schon abgerissen und der freie Platz wurde für neue Geschäfte genutzt.

Das Vereinsgebäude von Förderverein Planet-Alsen e.V., die Rotunde (Schlämmbottich) und das Labor, die Schmiede und der Schornstein sind vom Abriss bisher nicht betroffen.

Der kreisrunde Schlämmbottich hat Durchmesser von über zwanzig Meter und eine Höhe von sechs Metern. Er weist eine bemerkenswerte Akkustik auf. Jedes Geräusch, das im Inneren erzeugt wird, löst ein mannigfaltiges Echo aus, das gerne auch von Musikern genutzt wird. Für Vorführen wurde dank Sponsoren des Fördervereins extra ein großes Tor in die dicke Betonhülle gesägt, da es außer den Rohrleitungen keinen Zugang gab.

Quelle: wiki - Alsen Fabrik, wiki - planet alsen e.v.



Für mehr Bilder schaut doch einfach mal in unserer Lost Places-Galerie vorbei.

Nachdem wir viele Erinnerungen auf Bildern festgehalten hatten und auch die Fragen zum LabCache beantwortet waren, ging es zurück zum Auto. Auf dem Weg dorthin haben wir den Bonus zu Bonus Lost Place - Alsen Portland Cement - aufgesucht.
Kommentare (Kommentar schreiben)

# 1 - 06.12.2020 - 11:27
von luna_tick


Tolle Fotos! Hoffentlich bleibt der Rest des LP-Geländes vom Abriss verschont! Solche Industrie-LPs sind ein wertvolles Stück Geschichte und sollten nicht einfach dem Erdboden gleich gemacht werden. Gut, dass der dort ansässige Verein zum Erhalt des Geländes beiträgt. Danke für euren Bericht und die Fotos!