Teufelsmauer (Blankenburg)

Jacky hatte wieder Sehnsucht nach etwas Harz, also sollte es nach Blankenburg gehen. Es wurde eine Angelrunde gepuzzelt, die unsere Aufmerksamkeit erregte. Als wir schauten, ob es vielleicht ein LabCache in der Nähe gibt, entdeckten wir direkt einen, der auf der Teufelsmauer liegt.

Also stand für uns am heutigen Tag, den 21.11.2020, fest, wohin es diesmal gehen sollte. Der LabCache auf der Teufelmauer sollte es sein. Wenn wir dann noch etwas Zeit übrig haben, könnten wir die Angelrunde machen.

Wie ist diese Teufelsmauer entstanden? Da gibt es eine geologische Sicht und auch verschiedene Sagen über deren Entstehung.

Geologisch entstand der Sandstein des Naturdenkmales Teufelsmauer vor ca. 85 Millionen Jahren als Ablagerung in den Meeren der Oberkreide (Santon), als noch die Dinosaurier die Erde bevölkerten. Am Ende der Kreidezeit und im Tertiär wurden diese Schichten durch Hebung des Harzes steil aufgerichtet, so das entlang des nördlichen Harzrandes eine einmalige Schichtrippenlandschaft entstand.

Die Teufelsmauer zieht sich heute auf einer Gesamtlänge von ca. 20 km am Nordrand des Harzes entlang. Diese kann man an insgesamt drei Orten bestaunen: im Westen bei Blankenburg, in der Mitte bei Weddersleben und im Osten bei Ballenstedt.

Es gibt aber auch die eine oder andere Sage, die sich um die Entstehung der Teufelsmauer rankt. Die bekannteste ist jedoch die mit dem Teufel und dem Hahn:

"Gott und der Teufel kamen einst überein, ihre Herrschaftsgebiete Harz zu trennen. Dabei wollte Gott das fruchtbare Flachland für sich behalten, der Teufel würde den erzhaltigen Harz sein eigen nennen. Dafür sollte der Teufel als Bedingung in einer Nacht bis zum Morgengrauen eine hohe Mauer um sein Gebiet erreichten. Der Teufel ging sofort ans Werk, welches in der Dunkelheit zu stattlicher Größe anwuchs. Fast war die Mauer errichtet, als eine Bäuerin aus Timmenrode, die zum Markt ging, mit ihrem Hahn im Korb stolperte. Das Tier erschreckte sich und begann lauthals zu krähen. Da dachte der Teufel, die Nacht sei zu Ende. Vor Wut zerstörte er einen Teil des Mauerwerks, von dem noch Bruchstücken erhalten sind und welche bis heute die Teufelsmauer genannt werden."

Wir fuhren kurz nach 7:00 Uhr bei uns zu Hause los und kamen gegen 09:30 Uhr am Parkplatz am "Großvaterweg" an. Unsere Minicacher wurden mit warmen Sachen versorgt und dann ging auch schon unsere Wanderung los.

Als wir die erste Stempelstelle sahen, holten wir schon mal unsere beiden Hefte aus dem Rucksack. Wir holten uns den Abdruck von der Stempel Nr. 76 (Großvaterfelsen) ab, bevor es dann weiter in Richtung Großvaterfelsen ging.



Der männliche Part erklomm den 317 m ü. NN hohe Großvaterfelsen, um die Aussicht von oben zu genießen. Aber da es heute so extrem windig war, kam er dann ganz schnell wieder herunter.

Wir kamen beim Löbbecke-Felsen, an der eine gusseiserne Gedenktafel an den ehemaligen Blankenburger Bürgermeister Carl Löbecke befestigt ist. Denn er kümmerte sich unter anderem um die Erschließung der Teufelsmauer im Harz. So ließ er 1853 den Kammweg auf den Felsklippen anlegen, der heute auch den Beinamen "Löbbeckestieg" trägt.



Wir beschlossen, dass wir mit unseren beiden Minicachern den Kammweg probieren möchten.



Wir kamen auch direkt an der Heidelbergwarte vorbei. Diese wurde im 13. Jahrhundert angelegt. Es war ein Aussichtspunkt, um die im Tal Sautrog entlanglaufende Handelsstraße zu überwachen. Mittlerweile ist nun alles bewaldet und man hat keinen Blick nach unten.



Dann ging es für uns runter ins Tal Sautrog, um zur Gewittergrotte zu kommen. Sie ist mit einer Sandseintafel gekennzeichnet. In der Nähe gibt es auch eine Erklärung, wie die wabenförmige Auswaschungen entstehen. Folgt man diesen Weg ein paar Meter weiter, kommt man auch zu einem Fuchsbau. Dieser Anlaufpunkt wurde 1934 für Wanderer gebaut. Im Falle von schlechten Wetter, kann man sich dort ausruhen und bleibt trocken.



Weiter ging es nun für uns auf dem Hauptweg. Es standen die 3 Zinnen - besser bekannt als das Hamburger Wappen - auf dem Plan. Dort angekommen, kann man sich den Abdruck von der Stempel Nr. 74 (Hamburger Wappen) abholen.



In der Nähe vom Hamburger Wappen befindet sich auch 2 Kuhställe sowie das Teufelsloch auf der anderen Seite. Von dort hat man auch einen tollen Blick auf die imposanten Hamburger Wappen.



Das Teufelsloch wird zum Teil auch als Kuhstall bezeichnet. Das Teufelsloch hat eine nach Norden ausgerichtete Öffnung, um dessen Entstehung auch eine Sage - wie soll es anders sein - rankt.

"Der Hirte Ulrich hatte seine Kuh- und Bullenherde am Helsunger Bruch weiden lassen, als er gerade von einem Sommergewitter überrascht wurde. Er suchte eilig nach einem geschützten Platz, denn bis nach Timmenrode schaffte er es nicht mehr. Ihm erschien ein kleines Männlein, der ihn zu der Höhle führte. Sobald alle Tiere drin waren, wollte sich der Hirte bei Männlein bedanken. Doch das Männlein verwandelte sich zum Teufel und schob einen großen Stein vor dem Höhleneingang. Die Bullen wurden wild und rannten über Stunden gegen die Felswand, bis schließlich an der Nordseite der Fels weggestoßen wurde und sich das heute noch bestehende Fenster ergab. Der Hirte konnte daraufhin fliehen und holte dann Hilfe aus Timmenrode. Als er wieder zurück kam, war jedoch von dem Teufel und den Stein vor dem Höhleneingang nichts mehr zu sehen."

Hier endet dann auch der LabCache. Man bekommt dann am Ende die Koordinaten für den [BONUS] Adventure Lab - Die Teufelsmauer.

Wenn man den Bonus eingesammelt hat, kann man dann entweder mit dem Bus wieder nach Blankenburg zurück fahren, oder man nimmt dann den Südlichen Hangweg und läuft dann unten an der Teufelsmauer entlang. Wir haben uns für den Südlichen Hangweg entschieden.



Wer gerne einen kleinen Einblick zu unserer Wanderung haben möchte, kann sich dazu gern unser Video "Teufelsmauer" auf youtube anschauen.
Kommentare (Kommentar schreiben)

# 2 - 05.12.2020 - 19:42
von Dirk


Schöne Bilder!
# 1 - 05.12.2020 - 12:37
von luna_tick


Ich erinnere mich noch daran, wie ihr per WhatsApp quasi live von eurem Trip zur Teufelsmauer berichtet habt. Und so windig wie es gewesen sein muss, bin ich froh, dass ihr nicht weggeweht worden seid. Euer Video auf Youtube ist wunderbar entspannend und macht Lust auf mehr.
Tolle Fotos mal wieder! Toller Blog!