Weltkulturerbe im Harz (Goslar, Niedersachsen)

Bei unserer heutigen Cachertour durch Goslar, stand auch dieser virtuelle auf dem Plan: Weltkulturerbe im Harz. Beim Erledigen dieses virtuellen Caches kommt man nebenbei auch an zwei Stempelstellen vorbei: Stempel Nr. 91 (Weltkulturerbe Rammelsberg) und Stempel Nr. 128 (Huttaler Widerwaage).

Bei diesem virtuellen Cache wurden wir an drei Orte geführt, die unter dem Schutz von UNESCO stehen:

- das Bergwerk Rammelsberg (seit 1992)
- die Altstadt Goslar - Bergmannshaus (seit 1992)
- Oberharzer Wasserwirtschaft - Huttaler Widerwaage (seit 2010).

Das Bergwerk Rammelsberg:

Der Rammelsberg ist ein 635,1 m ü. NHN hoher Berg am Nordrand des Harzes. In ihm befindet sich das weithin bekannte, stillgelegte Bergwerk Rammelsberg, welches 1988 nach über 1000 Jahren nahezu ununterbrochenen Erzförderung eingestellt wurde.

Heute dient es als Museum und Besucherbergwerk. Es können verschiedene Touren gebucht werden, um sich dieses Bergwerk anzuschauen.



Die Altstadt Goslar - Bergmannshaus:

Dieses kleine 46 m² Bergmannshaus kann in der Forststraße entdeckt werden. Um 1600 wurde das kleine Fachwerkhäuschen errichtet, in dem seither Bergleute, Schiefergrubenarbeiter und Handwerker mit ihren Familien wohnten. Auch ein Nachtwächter und ein Ratsdiener lassen sich unter den ehemaligen Eigentümern nachweisen.

1999 wurde das zu diesem Zeitpunkt völlig verwahrloste Haus erworben und unter der Regie es Rammelsberger Bergbau-Museums sorgfältig restauriert, konserviert und dokumentiert. Im Rahmen der Stadtführung "Bergbauspuren in Goslars Gassen" kann es besichtigt werden.



Oberharzer Wasserwirtschaft - Huttaler Widerwaage:

Die Huttaler Widerwaage ist ein Bauwerk des Oberharzer Wasserregals. Das Bauwerk ist in der Lage, bei Niedrigwasser durch entsprechende Schaltung Wasser aus dem Huttal dem Hirschler Teich zuzuführen und ihn umgekehrt bei Hochwasser von überschüssigen Wasser zu entlasten.

Die Huttaler Widerwaage entstand durch die Not. Der Huttaler Wasserlauf wurde 1767 aufgefahren. Er hatte ein Sohlgefälle zum Hirschler Teich und konnte das Wasser auch nur in eine Richtung führen.

Etwa um 1850 sah man die Notwendigkeit, den Hochwasserschutz für die Bergstadt Clausthal zu verbessern. Der Huttaler Wasserlauf wurde dazu umgebaut, um gegebenfalls auch große Mengen Wasser in umgekehrter Richtung vom Hirschler Teich in das Sösegebiet ableiten können.

Hierzu wurde der Stollenquerschnitt erheblich aufgeweitet auf etwa 2,0 m Breite, hydraulisch störende Kurven wurde begradigt. Das Sohlgefälle umgekehrt. Dazu musste der Wasserlauf im Bereich des Huttales um etwa 1,0 m vertieft werden. Aus dieser Zeit stammt auch das heutige relativ aufwändig gestaltete Bauwerk.



Quellen: Bergwerk Rammelsberg, Bergmannhaus, Widerwaage

Für mehr Bilder schaut doch einfach mal in unserer Harz-Galerie vorbei.

Wenn ihr euch für die Caches interessiert, die heute auf unserem Plan standen, dann schaut doch mal hier auf unserer Lesezeichenliste bei geocaching.com vorbei.
Kommentare (Kommentar schreiben)

# 1 - 12.01.2021 - 07:40
von luna_tick


Da ihr ja gerne im Harz Stempel sammelt, werdet ihr sicher auch um den Liebesbankweg nicht herumkommen. Man kann die Wanderung beispielsweise von Hahnenklee aus starten. Schönes Ausflugsziel für Paare